Von ignoranten & tauben Radfahrern, Autofahrern ohne Schulterblick und anderen Problemen im Straßenverkehr

Zuletzt aktua­li­siert am 8. Sep­tem­ber 2022 von Georg

Vor­weg: Ich bin Rad­fah­rer und ab und an Auto­fah­rer also kann ich bei­de Sei­ten beur­tei­len.
Ich fah­re nun jeden Tag von Hage nach Nor­den zur Arbeit, für die Arbeit bin ich oft mit dem Fahr­rad unter­wegs sowie auch für den Blog meis­tens mit dem Rad. Aber fan­gen wir mal an. Ich habe mein Rad extra mit einer Zusatz­klin­gel und einer klei­nen Hand­hu­pe am Lenk­rad aus­ge­rüs­tet da lei­der irgend­wie sehr vie­le Rad­fah­rer schein­bar taub, schwer­hö­rig oder durch Kopf­hö­rer auf/in den Ohren nicht in der Lage sind auf den Ver­kehr zu hören. 

Ein paar Beispiele 

Letz­tens nach der Arbeit mit dem Rad nach Hau­se, in Lütets­burg ein Rent­ner­pär­chen vor mit auf dem Fahr­rad (natür­lich neben­ein­an­der). Ich klin­gel erst ein­mal dezent -> kei­ne Reak­ti­on. Ich klin­gel etwas stär­ker mit Nach­druck -> kei­ne Reak­ti­on. Nun kommt mei­ne Hupe -> ahh eine Reak­ti­on! Aber es wird sich erst­mal beschwert war­um ich so rum­hu­pe (ja sor­ry? wenn auf inten­si­ves klin­geln kei­ne Reak­ti­on folgt?) Es wird wei­ter geme­ckert und in Zeit­lu­pe mal etwas an die Sei­te gefah­ren das ich mit dem Rad über­ho­len kann. 

Ich fah­re mor­gens zur Arbeit und in höhe Thees­feld in Lütets­burg ein Rad­fah­rer älte­ren Bau­jah­res vor mir. Auf ein­mal wird er lang­sam - bleibt fast ste­hen! Ich schwen­ke nach links um dran­vor­bei­zu­fah­ren, Rad­fah­rer fährt auf ein­mal ohne irgend­ein Hand­zei­chen links! Ich rufe natür­lich -> Hand­zei­chen geben etc! Was bekom­me ich als Ant­wort? “Ich sol­le doch klin­geln!” Ja ne, wenn man so abrupt vor mir nach links rüber zieht bringt mir das klin­geln nix… 

Es gibt aber genü­gend Rad­fah­rer die ein­fach ohne Ankün­di­gung abbie­gen, in den Kreis­ver­kehr fah­ren oder Autos und Fahr­rä­der über­ho­len ohne über­haupt ein­mal den flie­ßen­den Ver­kehr zu beach­ten. Ja - auch Rad­fah­rer müs­sen sich an die gel­ten­den Ver­kehrs­re­geln hal­ten. Am schlimms­ten fin­de ich aber Rad­fah­rer mit Kopf­hö­rern, da die­se auf­grund des Noi­se Can­cel­ling in den Kopf­hö­rern an sich nichts an Geräu­schen vom Stra­ßen­ver­kehr mitbekommen. 

Genau­so schwie­rig scheint es sein auf der rich­ti­gen Stra­ßen­sei­te als Rad­fah­rer zu fah­ren, sehe ich auch jeden Tag. Gra­de in der Heer­stra­ße in nor­den gibt es in bei­de Fahrt­rich­tun­gen einen Rad und Fuß­weg. Ich sage oft wenn mit ein Geis­ter­rad­fah­rer ent­ge­gen kommt das der­je­ni­ge auf der fal­schen Sei­te fährt, bekom­me dann immer nur die Ant­wort: ” Nein!, das hat sie nicht zu inter­es­sie­ren!”. Auf höhe Metall­bau de Jon­ge in der Heer­stra­ße beim Bahn­über­gang erlebt man es öfter. Die Poli­zei hat die­ses Jahr dort öfter kon­trol­liert und aus allen Alters­grup­pen Geis­ter­fah­rer auf den Rad­we­gen angehalten. 

Aber es gibt lei­der genü­gend Auto­fah­rer denen eine Fahr­stun­de zur Auf­fri­schung nicht scha­den könn­te. Schul­ter­blick wird über­be­wer­tet ( nun erst am Mon­tag den 5.9.22) erlebt in Nor­den auf höhe der Schwa­nen­apo­the­ke. Es ist rot und ich war­te auf dem Rad­weg. Ich möch­te gera­de­aus Rich­tung ehe­ma­li­ge Post wei­ter­fah­ren als Rad­fah­rer, habe aber gese­hen das das Auto links neben mir in die Oster­stra­ße abbie­gen möch­te. Man gut das ich immer vor­aus­schau­end fah­re, da die Auto­fah­re­rin ohne Schul­ter­blick ein­fach in die Oster­stra­ße abge­bo­gen ist. 

Im Kreis­ver­kehr ist die Auf­merk­sam­keit bei­der Par­tei­en gefragt. Sowohl Rad­fah­rer als auch Auto­fah­rer -> bei­de müs­sen gegen­sei­tig Rück­sicht neh­men! Ich schaue grund­sätz­lich dem Fahr­zeug­füh­rer als Rad­fah­rer in die Augen, denn so erkennt man oft ob man wahr­ge­nom­men wur­de. ich glau­be auch das 90% der Rad­fah­rer dort ohne einen Blick zu ris­kie­ren in den Kreis­ver­kehr fahren. 

Hun­de die auf ein­mal mit einer 20 Meter lan­gen lei­ne aus einer Ein­fahrt quer über den Rad­weg gerannt kom­men sind auch nicht so toll - denn ein Sturz trotz Helm könn­te schmerz­haft sein. 

Wo wir beim Thema gegenseitig Rücksicht nehmen sind

Mei­ne Mit­tags­pau­se ver­brin­ge ich gele­gent­lich bei mei­nen Eltern. Dazu muss ich in der Stra­ße Burgra­ben als Rad­fah­rer den Rad­weg nut­zen der führ bei­de Fahrt­rich­tun­gen frei­ge­ge­ben ist eigent­lich, denn wenn die Schü­ler schul­frei haben gibt es die­se Regel auf ein­mal nicht mehr. Es kommt einem ein schwall Schü­ler ent­ge­gen die den gesam­ten Fuß­weg und Rad­weg für sich in eine Rich­tung nut­zen ohne auch nur einen Mil­li­me­ter platz­zu­ma­chen (fah­ren dann alle in Rich­tung Nor­der Tor). Ich habe dort schon die gefähr­lichs­ten Situa­tio­nen erlebt, man wird qua­si abge­drängt auf die Haupt­stra­ße und beschimpft. Auch kamen schon ande­re Rad­fah­rer die auch in Rich­tung Götz fah­ren woll­ten in die sel­ben gefähr­li­chen Situa­ti­on. Die­se Situa­ti­on herrscht dann auch je nach Uhr­zeit im Kreis­ver­kehr bei Wreesmann/alter Hafen. Es wird einem kein Mil­li­me­ter Platz gemacht. Hat­te mit jeman­dem von der Ver­kehrs­wacht beim Tag des Fahr­rads auf dem Nor­der Markt­platz auch über die­ses Pro­blem gespro­chen und denen war es bereits bekannt. 

Schlusswort

Um das The­ma abzu­kür­zen denn einen ewig lan­gen Text liest auch nie­mand - JEDER egal ob Rad­fah­rer, Fuß­gän­ger oder was weiß ich muss im Stra­ßen­ver­kehr auf­pas­sen und immer den ver­kehr im Blick haben. Der Text beinhal­tet ledig­lich mei­ne täg­li­chen Nah­tod­erfah­run­gen als Rad­fah­rer sowie mei­ne Erfah­run­gen im Stra­ßen­ver­kehr als Auto­fah­rer oder Fuß­gän­ger.
Bei bedarf ergän­ze ich den Arti­kel noch. 



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